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Finanzen im Griff – Teil 1 – Fixkosten
Viele meiner Freund und Bekannten haben keinen Überblick über ihre Ausgaben. Sie kennen weder ihre genauen Fixkosten, noch wissen sie, wann größere Zahlungen auf sie zukommen. Sie leben finanziell also einfach in den Tag hinein. Diese blauäugigkeit endet dann nicht selten in Schulden und Verzweiflung.
Selbst wenn du mit deinem Geld gut umgehen kannst, wirst du dir durch eine genaue Aufschlüsselung deiner Ausgaben und Einnahmen noch Geld ersparen. In dieser Artikelserie zeige ich dir, wie ich das mache.
Im heutigen Artikel beschäftige ich mich mit dem Thema Fixkosten!
Umfrage
Ich hatte im Jänner eine Umfrage laufen, von deren Ausgang ich eigentlich nicht wirklich überrascht war. Hier noch einmal das Ergebnis dieser Umfrage:
Weißt du über deine Finanzen genau bescheid? Kennst du deine Fixkosten? Welchen Wert haben deine Vermögenswerte? Weißt du wie hoch deine Schulden sind?
- Ja, so ungefähr! (30%, 9 Votes)
- Nein, da könnte ich nur schätzen! (27%, 8 Votes)
- Nein, nicht wirklich! (23%, 7 Votes)
- Ja, auf den Euro genau! (20%, 6 Votes)
Total Voters: 30
50 % der Befragten, kennen ihre Fixkosten entweder gar nicht, oder können sie nur schätzen. Weitere 30% kennen sie zumindest ungefähr und immerhin 20%, wissen sie auf den Euro genau.
Beispiele für Fixkosten
Ich führe euch hier meine Unterteilung der Fixkosten an. Diese hat natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn du deine Fixkosten genau wissen willst, genügt es aber dir deine Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen anzusehen und diese so herauszufinden.
Ich habe meine Fixkosten in 6 Kategorien unterteilt, die ich dir hier jetzt kurz vorstelle:
Wohnen
In diese Kategorie fällt alles, was in irgendeiner Art und Weise mit dem Wohnort zu tun hat:
- Miete, Betriebskosten
- Haushalts-Versicherung
- Energiekosten (Strom, Gas, Fernwärme, Öl, …)
- ..
TV, Internet, Telefon
- GIS, GEZ
- Telefon Festnetz
- Telefon Mobil
- Internet
- Mobiles Internet
- Digital-TV
- Pay-TV
- …
Versicherungen
- Kapitalversicherungen
- Krankenversicherung
- Unfallversicherung
- Rechtsschutz-Versicherung
- …
Fortbewegungsmittel
- Leasing-Rate Auto
- Haftpflichtversicherung
- Kasko-Versicherung
- Kosten für Garage oder Parkplatz
- Monats- oder Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel
- Carsharing-Beitrag
- …
Kapitalanlage
Ich lege einen Teil meines monatlichen Gehaltes in diversen Kapialanlageformen an. Welche das genau sind, darauf werde ich in einem separaten Artikel eingehen. Es mag zwar für den einen oder anderen idiotisch klingen, das unter Fixkosten laufen zu lassen, aber es gibt einen simplen Grund. Fixkosten heißt für mich lediglich, dass ich wissen will wie viel Geld mir zum Leben übrig bleibt.
Das Geld das ich mir hier erspare, ist für später gedacht und somit noch nicht zum Ausgeben da.
Das in dieser Rubrik ersparte Geld hat gewisse Ziele (Finanzierung von Bildung und Ausbildung, langfristiges Sparkonto, Spaßkonto, …). Mehr dazu in einem separaten Artikel zu einem späteren Zeitpunkt.
- Bausparen
- Kapitalsparbuch
- Online-Broker
- Fondsparen
- ..
Diverses
In diese Rubrik fällt alles, was in die anderen Kategorien nicht hinein passen würde.
- Mitgliedsbeiträge (Fitnessclub, Parteien, Vereine)
- Abo’s (Zeitungen, Magazine, …)
- Kirchensteuer
- Kontogebühren
- …
Berechnen der monatlichen Fixkosten
Habe ich all diese Beträge gesammelt, trage ich sie in eine Excel-Liste ein. Dort kann ich die Zahlen jederzeit aktualisieren, falls sich etwas ändert. Außerdem berechne ich in dieser Liste alle Zahlen auf Monats-, Quartals- und Jahresbasis. Einige dieser Fixkosten sind jährlich zu bezahlen, wie z.B. meine Haushaltsversicherung oder das Fitness-Center. Auch diese Kosten breche ich mir auf die monatlichen herab.
Hier ein als Beispiel meine Liste (ich bitte um Verständnis das ich die genauen Zahlen nicht preisgebe):
Anhand dieser Liste berechne ich mir meine monatlichen Fixkosten auf den Cent genau. Außerdem habe ich mir in dieser Liste vermerkt, wann die größeren Zahlungen wie zum Beispiel die Jahreskarte fürs Fitnesscenter oder die Wiener Linien auf mich zukommen.
Einsparungspotential feststellen
Bei Erstellung dieser Liste, kann ich auch gleich jede der Ausgaben hinterfragen. An der Miete oder den Betriebskosten wird man möglicherweise nicht viel verändern können. Allerdings kann ich mich bei der Haushalts-Versicherung und den Energiekosten um einen alternativen, billigeren, Anbieter umsehen. Das gilt natürlich auch für alle anderen Verträge bei denen es einen freien Markt gibt (Internet, Telekom, Versicherungen, Mitgliedsbeiträge, Kontogebühren, …).
Außerdem gilt es zu hinterfragen ob man die Fixkosten nicht minimieren kann indem man die eine oder andere Ausgabe ganz streicht. Wäre ich in finanziellen Problemen könte ich z.B. ohne weiteres auf Digital-TV verzichten. Auch der eine oder andere Mitgliedsbeitrag wäre dann wohl von den Streichungen betroffen.
Ob ein Auto wirklich notwendig ist? Eventuell lohnt es sich ja zusätzlich noch eine Jahreskarte der öffentlichen Verkehrsmittel zu erwerben (das teste ich gerade in meiner Artikelserie Auto vs Öffis).
Als ich das erste mal diesen Fixkosten-Check machte, konnte ich meine Fixkosten um 12% vermindern. Durch diese zwei Stunden Arbeit erstspare ich mir jetzt ca. 100,- € und das Monat für Monat. Ich wiederhole diesen Check einmal jährlich, meist im Dezember. Oft genügt schon ein Anruf beim Versicherungsmarkler, mit einem Gegenangebot aus dem Internet in der Hand und er setzt die Prämie ein wenig herunter. Versuch es doch mal!
Die 65%-Quote
All diese oben erwähnten Fixkosten dürfen maximal 65% meiner Einnahmen ausmachen. Das geht sich bei mir im Moment knapp aus. Schaffe ich es nicht, stehe ich unter Zugzwang und muss mir etwas überlegen. Entweder finde ich eine Möglichkeit meine Einnahmen zu erhöhen, oder ich muss mich bei den restlichen 35% sehr einschränken.
Diese Quote ist nicht einfach zu erreichen, aber ich werde hier noch Möglichkeiten vorstellen wie man sein Einkommen neben der regulären Arbeit erhöhen kann (Nebenjob, passives Einkommen). Aber dazu mehr in den Folgeartikeln dieser Serie!
Weitere Quellen
- So rückst du deinen Fixkosten zu Leibe
- Fixkosten rasch senken
- Fixkosten im Haushalt senken und Geld sparen
- Runter mit den Fixkosten
Fazit
Kennst du deine Fixkosten, kennst du dein Einsparungspotential. Und was noch viel wichtiger ist, du weißt wie viel Geld du für das restliche Monat zur Verfügung hast. Somit kann dir nie wieder passieren, dass am Ende des Geldes noch ein ganzes Stück Monat übrig ist.
Liebe Grüße,
Außerdem freue ich mich über jedes Facebook-”gefällt mir”:




















Mein Name ist Thomas Mangold und ich bin diplomierter Sozialpädagoge, Sport-Mental-Trainer und Life-Kinetik-Trainer. Hier in diesem Blog findest du meine Erfahrungen zu den Themen Fitness, Geld und Leben!



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